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Geplant, gebaut, gepflanzt: Unser Hochbeet ist fertig!

26. Mai 2015

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Seit sechs Wochen steht es – unser Hochbeet – und ich freue mich jeden Tag aufs Neue, weil es so schön geworden ist. Quasi direkt neben dem Herd wachsen nun Salbei und Spinat, Koriander und Kresse, Pfefferminze und Pepperoni, Rucola und Radieschen … Schon als wir das Haus geplant haben, war klar: Die Küche braucht eine Tür nach draußen, damit wir während des Kochens rausgehen können, um bei Bedarf die Kräuter ganz frisch zu schneiden. Jetzt ist alles so, wie wir es uns damals ausgemalt haben und ich genieße es sehr, abends mit Schere, Schüssel und Gartenschlappen bewaffnet raus zu gehen, etwas Salat zu schneiden und ihn 15 Minuten später frisch gewaschen auf dem Tisch stehen zu haben.

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Dass die Kräuter in einem Hochbeet wachsen sollen, war recht früh klar. Nur über das Aussehen haben wir etwas gegrübelt. Bis mein Mann – inspiriert von den Outdoor-Möbeln eines Frankfurter Cafés – auf die Idee kam mit L-Steinen aus Sichtbeton und Holz zu arbeiten. Also wurden beim Baustoffhandel zwei ein Meter breite L-Steine aus Sichtbeton bestellt und die knapp 200 Kilo schweren Teile (pro Stück!) mithilfe von drei starken Nachbarn in die richtige Position gebracht. Verbunden hat mein Mann die Stirnseiten mit drei Meter langen Terrassendielen aus Douglasienholz.

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Für die Planung der Bepflanzung musste professionelle Hilfe ran. Ich bin ja eine Betonratte – wie mein eigenheimverwöhnter Mann liebevoll zu sagen pflegt. Groß geworden im Neubaublock, zwar mit Balkon, aber da wuchsen nur Pelargonien in den Kästen. Als blutige Gartenanfängerin kann man da also schon mal bei Menschen nachlesen, die sich mit dem Thema Hochbeet auskennen. Bei Gräfe und Unzer* ist in diesem Jahr „Gärtnern mit dem Hochbeet“ von Folko Kullmann erschienen. Im Buch gibt es jede Menge Tipps zum Planen und Bauen von Hochbeeten. Außerdem weiß ich nun, dass sich Petersilie und Salat als Nachbarn im Beet überhaupt vertragen, Erdbeeren und Knoblauch dagegen best Buddies sind. Sehr hilfreich war auch der Titel „Selbstversorger“ von Silke Kluth. Für alle, die keinen blassen Schimmer von Fruchtfolgen und Mischkulturen haben, aber trotzdem richtig was ernten wollen, ist dieses Einsteigerbuch wirklich klasse.

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Dass es wirklich funktioniert, beweist das Bild von unseren Salatköpfen ja wohl eindringlich. Nur mit Mister Schnittlauch muss ich ein ernstes Wort reden. Der kommt und kommt nicht. Dabei hatte ich mich schon auf ein gutes Butterbrot mit den langen grünen Stängeln gefreut. Ich glaube, da muss neuer Samen her.

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So schnell wird also aus einer Betonratte eine Gartenqueen – und das nur
mithilfe von einem Hochbeet und ein paar Samenkörnern.
Wie sieht es denn bei euch aus?
Gärtnert ihr auch schon? Vielleicht sogar auf einem Acker?
xx
Jenny

* Vielen Dank für die Rezensionsexemplare an den Gräfe und Unzer-Verlag.

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17 Kommentare

  • Reply Die Rabenfrau 26. Mai 2015 at 20:14

    Mein Garten ist momentan reichlich vernachlässigt, irgendwie fehlt mir dieses Jahr die Energie. Aber nächstes Jahr habe ich hoffentlich mehr Zeit, da möchte ich einiges umgestalten. Ein Hochbeet für Kräuter ist eine gute Idee! Schnittlauch ausgesäht habe ich noch nie, ich habe vor zwei Jahren einen großen Topf gekauft, die Pflanze dann auseinander genommen und die Teile einzeln eingepflanzt. Sie sind gut eingewachsen inzwischen.
    Grüßle
    Ursel

    • Jenny
      Reply Jenny 28. Mai 2015 at 13:42

      Liebe Ursel,
      ein Jahr lang den Garten mal nur zu genießen ist doch perfekt. Dann hast du Energie getankt fürs kommende Jahr!
      Liebe Grüße,
      Jenny

  • Reply Monika Thiede 27. Mai 2015 at 0:20

    Wow! Das Hochbeet ist wunderschön und einfach genial. Ich überlege auch schon seitdem wir vor vier Jahren in unser Haus gezogen sind, Hochbeete zu bauen…allerdings haben wir so viele Schnecken hier…die haben schon manches Gemüse aus dem Blumentopf vor uns genossen. Was macht ihr denn gegen Schnecken? Oder habt ihr einen Schleim-Viecher-freien-Garten? Und wie groß habt ihr das Beet gebaut? Vielleicht plane ich doch für nächstes Jahr eines…echt sehr cool die Idee mit Beton und Holz <3 <3 Liebe Grüße

    • Jenny
      Reply Jenny 28. Mai 2015 at 13:41

      Hallo Mo,
      wir haben ein Kupferband am Rand des Beetes angebracht – bisher wirkt es klasse. Zumindest hat sich noch keine Schnecke auf den Salat verirrt.
      Ansonsten ist unser Beet einen Meter breit, drei Meter lang und 50 Zentimeter hoch. Na dann Mo: Let’s do ist!
      xx
      Jenny

  • Reply Sandra 5. Juni 2015 at 17:05

    Die Kombi aus Sichtbeton und Holz finde ich super schick! Ich habe auch seit ein paar Jahren ein Hochbeet und möchte es nicht mehr missen 🙂 Es dient in unserem Garten gleichzeitig als Beet und eine Art „Raumteiler“. Gegen die Schnecken gibt es auch Schneckenkanten, die man am Beet anbringen kann. Unser Hochbeet ist aber zum Glück bis jetzt auch verschont geblieben…

  • Reply Franzy vom Schlüssel zum Glück 9. Juni 2015 at 14:03

    total schönes Teil 🙂
    In usnerem Chaotischen Garen würde es wohl fehl amplatz wirken,… aber ich amgs total 🙂
    Ganz viele liebe Grüße

    Franzy

  • Reply Daniel 30. Januar 2016 at 22:49

    Ein Hochbeet ist wirklich sehr praktisch – wir möchten darauf auch nicht mehr verzichten! Und Ihr habe Euch ja besonderes viel Mühe beim Bau gegeben. Sieht super aus!

  • Reply Andi 4. Februar 2016 at 20:34

    Hab ich bisher noch nie gesehen… Die kombi Beton und Holz sieht klasse aus! Und die Rasenkannte drumherum… das war richtig viel Arbeit… aber hat sich gelohnt.

    LG Andi

  • Reply Matthias 27. Mai 2016 at 23:39

    Hallo Jenny, das Beet sieht super aus. Wie habt ihr denn an denn Ecken das Holz an die Betonwinkelsteine angeschlossen?
    Viele Grüße von Matthias

    • Jenny von JENNADORES
      Reply Jenny von JENNADORES 30. Mai 2016 at 20:59

      Hallo Matthias,
      von innen hat mein Mann dickere Holzleisten an die L-Steine angebracht. Auf diese Holzleisten sind die Terrassendielen geschraubt. Melde dich gerne, wenn du noch Fragen hast.
      xx
      Jenny

  • Reply Schwarze Holzwand für den Garten | Black Monday #57 - 30. Mai 2016 at 21:36

    […] starten nicht wieder so ein Großprojekt. Ihr erinnert euch? Im letzten Jahr haben wir schon unser Hochbeet selbst gebaut. Ich bin gespannt, ob wir unseren Schwur […]

  • Reply Christian 3. August 2016 at 13:39

    Hallo liebe Jenny,

    euer Hochbeet sieht ja fantastisch aus! Super Bilder. Ich hoffe ihr hattet dieses Jahr auch schon eine reichliche und gute Ernte :-).

    Wir haben uns selbst dieses Jahr ein Hochbeet gebaut und sind ebenfalls total zufriden. Der Ratgeber, der bei dir im vierten Bild liegt, haben wir auch. Super Tipps wie ich finde :-). Weiter so!

    Gruß
    Christian

  • Reply Lisa 7. November 2016 at 14:07

    Wow, wunderschön.

  • Reply Ein Lichthaus von räder als Dekoration für den Garten 13. Dezember 2016 at 19:03

    […] Geplant, gebaut, gepflanzt: Unser Hochbeet ist fertig! […]

  • Reply Christian 16. April 2017 at 21:35

    Hallo,

    Wie genau habt ihr denn das L platziert? Ist der eine Teil in den Boden eingegraben?

    Grüsse
    Christian

    • Jenny von JENNADORES
      Reply Jenny von JENNADORES 18. April 2017 at 14:13

      Lieber Christian,
      genau, sichtbar ist wirklich nur die lange Seite des L, die kurze sitzt im Erdreich. Ich hoffe, das hat deine Frage beantwortet. Wenn nicht, melde dich gerne noch einmal. Viele Grüße,
      Jenny

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