Interior, Kidsroom

Warum dir Moodboards beim Renovieren helfen

11. März 2019

Farbe kaufen und einfach drauflos streichen? Kann man machen, aber dann wird’s vielleicht Kacke. Moodboards helfen dir, deine Farbe zu finden und dir klar zu werden, wie deine Räume hinterher wirklich aussehen sollen.

Die letzten sechs Jahre haben nicht nur Spuren in meinem Gesicht hinterlassen. Auch unsere Wände können Geschichten erzählen. Von heruntergefallenen Kaffeetassen zum Beispiel oder wilden Matchbox-Verfolgungsjagden im Kinderzimmer. Von blubbernder Tomatensoße und umgekippten Wischmobs. Und vielen Kinderbesuchen und ihrem Weg ins Obergeschoss. Deshalb muss neue Farbe an die Wände. Was mir bei der Auswahl hilft, ist ein Moodboard. Deshalb habe ich in meinem Zimmer gerade eine Wand mit Farbkarten, Bildern, Stoffen – und allerhand anderem Kram „tapeziert“ . Einmal für mein Zimmer. Und einmal für das meines Sohnes.

Moodboard für Teeniezimmer, weiß, holz, Vintage
Moodboard erstellen, renovieren, dunkelgrau

Was kann denn ein Moodboard?

Moodboards helfen mir die Stimmung für ein Zimmer einzufangen. Mein Raum soll beispielsweise von weiß zu einem dunklen grau wechseln. Das einfach mal so zu machen, erfordert – zumindest von mir – Mut. Deshalb sammle ich schon länger Inspirationen, die mir die Entscheidung erleichtern sollen. Plus mir dabei helfen den richtigen dunkelgrauen Ton zu treffen. Dazu muss ich sagen: mein Zimmer ist recht klein, so um die zehn Quadratmeter. Außerdem ist es nach Norden ausgerichtet. Ich nutze es als Arbeitsplatz für den Blog und manchmal für den Job. Wenn wir Besuch bekommen, schlafe hier unsere Gäste.

Ganz schön viele Anforderungen für so wenig Platz. deshalb sammle ich seit sich der Renovierungsgedanke in meinem Kopf festgesetzt hat Ideen für mein Projekt. Zum einen auf Pinterest, zum anderen in Form von Bildern auf Magazinen, Farbkarten, Holz- und Stoffmustern, Möbelideen … Das finde ich in meinem Fall fast wichtiger als die virtuelle Pinnwand, denn was nur Moodboards können: Sie spiegeln auch Haptik wieder, die Farbproben sind echt und nicht durch Photoshop- oder Lightroomfilter gejagt. Das heißt sie vermitteln mir, wie es später wirklich mal aussehen kann.

Moodboard, Arbeitszimmer, dunkelgrau, puderrosa

So machst du ein Moodboard

Ein Moodboard zu erstellen ist kein Hexenwerk. Alles, was du brauchst, ist etwas Platz an einer Wand oder eine Pinnwand. Ich habe aber auch schon mal eins in einem Bilderrahmen erstellt. Möglich sind auch Mappen oder Bücher. Letzteres habe ich für unsere Hochzeit gehabt, um es zu allen Dienstleistern mitnehmen zu können. Und sonst?

  • Farbkarten aus dem Baumarkt
  • Tapetenmuster
  • Stoffproben
  • Holz- oder Fliesenmuster
  • Bilder aus Magazinen
  • Material wie Metall, Blätter von Pflanzen
  • Bilder von Möbelstücken oder Lampen, die ins Zimmer sollen
  • Maskingtape oder Pins zum Befestigen auf deinem Board
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Moodboard, Stoffe, Samt, Wolldecke dunkelgrau

Hast du genug Material heißt es es: Auf das Zeug und drauflos kombinieren, die verschiedenen Stimmungen auch mal wirken lassen und ein paar Tage drüber schlafen. Denn am Ende stehen die Entscheidung und die Umsetzung.

Los geht’s!

Bei uns ist die Entscheidung bereits gefallen. Gerade suchen wir einen Maler, der unsere Ideen umsetzt. Dank einem Aufruf auf Instagram neulich, weil uns unser ursprünglicher Handwerker absagen musste, haben wir drei neue Empfehlungen. Natürlich werde ich euch auf dem Laufenden halten – inklusive Vorher-Nachher- Bildern. Bis dahin lasse ich meine Moodboards als Inspiration in meinem Zimmer hängen.

xx
Jenny

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2 Comments

  • Reply Susan 11. März 2019 at 18:29

    Weisst Du noch als wir bei Farrow and Ball waren? Schoen wars. Ich wuerde gern mal einen Kaffee mit Dir trinken gehen.

  • Reply Uwalls 22. Juli 2019 at 6:59

    Das sind super Tipps! Vielen Dank für deinen ausführlichen und hilfreichen Beitrag.

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