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VV Cinquanta | Lampe von Astep

18. September 2017

Hallo, ich bin Jenny und habe ein Problem mit Lampen.

Das heißt eigentlich habe nicht ich ein Problem mit Lampen, sondern mein Mann. Und eigentlich hat auch er kein Problem mit Lampen. Eher damit, dass ich ständig neue will. So findet er es nur begrenzt lustig, wenn ich beschließe, dass mir die vor vier Jahren mit viel Liebe ausgesuchten Leuchten nicht mehr gefallen und unbedingt neue an die Decke müssen. Hat er sich dann irgendwann mit der Tatsache abgefunden, geht die Überzeugungsarbeit erst richtig los. Denn natürlich ist es (fast) immer so, dass die Leuchten, die mir gefallen, ihm lange nicht zusagen. Die eine macht kein richtiges Licht, die andere ist zu glasig, die nächste zu rund …

Für unsere Küche und unseren Essbereich haben wir uns nach langer Zeit geeinigt. Über dem Küchenblock hängen nun zwei schlichte Lampen von Bolia und über dem Esstisch ein echter Designklassiker. Den muss ich euch aber in einem Extrapost zeigen, weil er sozusagen der Star im Erdgeschoss – ach was, im ganzen Haus – ist.

Tja, und kaum hingen die neuen Lampen, flatterten Bilder der VV Cinquanta von Astep in mein E-Mail-Postfach. Ich meine, ist das Design nicht ein Traum? Und dazu ebenfalls ein echter Klassiker aus den Fünfzigerjahren, der neu aufgelegt worden ist. In dem Fall stammt das Design aber nicht aus dem Norden, sondern aus Italien. 

VV Cinquanta | Das Design

1951 entwarf Vittoriano Viganò die VV Cinquanta. Der 1919 geborene Italiener studierte in Mailand Architektur, war aber nie „nur“ Architekt. Er beschäftigte sich auch mit Industriedesign und Stadt- sowie Landschaftsplanung. Anfang der Fünfzigerjahre arbeitete er als Art Director für Gino Sarfettis Firma Arteluce. In dieser Zeit entstand die VV Cinquanta.

Der Enkel von Sarfetti verlegt jetzt bei seinem 2014 gegründeten Label Astep die alten Entwürfe neu. Ich mag besonders die Kombination der Wandleuchte Twin: zwei schwarze Lampenschirme aus gesponnenem Aluminium und zwei frei einstellbare Messingarme. Beide sehr organisch geformten Reflektoren können gedreht werden, sodass man sowohl indirektes als auch direktes Licht einstellen kann. Neben der Wandleuchte Twin gibt es von der VV Cinquanta eine Version für die Wand, bei der der Lampenschirm ebenfalls individuell einstellbar ist und eine Stehlampe mit einem filigranen Fuß aus Eisen.     

Psst, die Lampenschirme aus Aluminium gibt es jeweils auch in anderen Farben. Weiß zum Beispiel oder Rot und Gelb. Ich bleib aber dem schwarz treu.
Was ich an der Lampe noch mag? Dass ich das Design noch nicht über habe, weil es auf jedem dritten Instagram-Account auftaucht, es etwas anderes ist neben all den AJs und Eos‘ dieser Welt. Was sagt ihr? Mögt ihr das Fünfzigerjahre-Design?

xx
Jenny

Fotocredit: Alle Fotos via Astep

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