Interior, Restaurants

Restaurant | Lohninger in Frankfurt am Main

24. Januar 2017

Wenn es wieder kommt das Bergweh. Und die Sehnsucht nach der österreichischen Küche: nach Brettljausen und Tafelspitz, Kaiserschmarren und Marillenknödeln, nach Wiener Schnitzel und Serviettenknödeln. Wenn es also wieder soweit ist, dann muss ich zum Lohninger. Das Gute daran: das Restaurant von Mario Lohninger und seiner Familie ist gerade mal 25 Minuten Fahrt von meinem Wohnzimmer entfernt.

Direkt am Main gibt es in Frankfurt beste österreichische Küche. Und wenn ich schreibe beste Küche, dann ist es auch so. Das Lohninger ist mit 17 Punkten im Gault & Millau ausgezeichnet – und dabei kein bisschen abgehoben. 

Lohninger | Das Interior

Im Restaurant fühlt man sich sofort wohl. Die Einrichtung ist genau die richtige Mischung aus zeitlos elegant und bodenständig. Hohe Stuckdecken, graue Wände und ein Boden aus Eichenholz bilden die Basis. Dazu gibt es Holztische, schwarze Stühle von Tonet, moderne Leuchten und ab und an einen Hauch von lila. Nicht zu vergessen die kleinen Details, die zeigen, dass hier Leute mit Humor kochen. Unter dem Geweih in der Küche zum Beispiel. Sissi und Franz dürfen auch nicht fehlen. Wo die zu finden sind, verrate ich aber nicht. Ich mag solche kleinen Hingucker ja sehr.

Lohninger | Das Essen

Das Essen ist das eigentliche Highlight. Um sich einmal durch die traditionelle österreichische Küche hoch und runter zu futtern, sollte man für einen „Heurigen“ reservieren. Den bietet die Familie Lohninger regelmäßig an. Immer an einem Samstag zwischen 12 und 15 Uhr verwandelt sich das Restaurant in etwas, das man hier Straußenwirtschaft nennt. Es gibt jungen Wein – den Heurigen – und dazu leckerste Kleinigkeiten wie diese:

Starter
Kartoffel-Maisbrot, Bauernbrot
Liptauer
Kalbstafelspitzsülze, sauer Essigzweibeln
Hausgemachte Blunz’n, Leberwurst, Kren
Brett’l Jausen, Hausgeräucherter Speck, Bergkäse

Menü
Pinzgauer Kaspressknödel, Spitzkraut
Grill Hend’l, Rosmarinerdäpfel
Zeller See Zander, Borschtsch, Schwand
Bio Schwein’s Brat’l, Krautsalat, Maispolenta, Majoransaft
Topfenknödel, Hollerkoch, Bourbonvanilleeis

Ich kann nur sagen: ich habe nie so guten Schweinebraten gegessen – genauer gesagt mag ich Schwein nicht mal. Aber dieses … Tranchiert wird der Braten übrigens von Papa Paul Lohninger. Das lässt er sich nicht nehmen. Dann der Zander! Gegart in Salzkruste wird er den Gästen präsentiert bevor er auf die Teller kommt. Und für den fluffig leichten Topfenknödel brauche ich das Rezept. Den habe ich selbst in Österreich nicht so gut bekommen.

Der Kaiserschmarren – übrigens wie auch das Brot glutenfrei zubereitet, da Mario Lohninger eine Glutenunverträglichkeit hat – soll ebenfalls legendär sein. Leider habe ich ihn bisher nicht probiert. Da muss ich wohl wiederkommen.

Wenn ihr auch Lust habt, ein wenig Fernweh zu stillen: Die nächsten Termine für den Heurigen in Frankfurt am Main sind der 4. Februar 2017, der 25. März 2017 und der 27. Mai 2017. Pro Person kostet das Menü 39 Euro – exklusive Getränke. Da die Termine so gefragt sind, sollte man hier auf jeden Fall reservieren.

Sehen wir uns?
xx
Jenny

Fotocredit: Bild 1, 2, 4 und 8 von Christine Beneke

Das könnte dir auch gefallen:

Keine Kommentare

Ich freue mich auf deinen Kommentar.